Februar 2009


Franzobel reflektiert in einem Feuilleton der Frankfurter Rundschau über die Orgie.

Was gibt es Schöneres im Leben, als mit guten Freunden den Zustand vollkommener Heiterkeit zu fühlen, den Körper zu vergessen, abzuheben in eine klare Duselstimmung, einen wundersamen Rausch des Geistes, eine reinigende Seligkeit? Nun ist die Berauschtheit aber eine hohe, als solche oft vernachlässigte Kunst, drohen doch stets Übelkeit, Magensäure, Ausschweifung und Müdigkeit alles zu kippen. Räusche gibt es viele, nicht nur den des Alkohols, den des Wortes oder der Beseligung, auch den des Fressens, den der Macht, des Geldes, Sexes, Erfolges oder Sammelns.

…die Saurier waren nicht besonders stark in Lyrik und Vasenmalerei, aber sie hatten den Erdball ein paar Millionen Jahre lang fest im Griff.

(Dietmar Dath „Dirac“, S. 446)

Giesbert Damaschke startet im Juni diesen Jahres ein faszinierendes Langzeitprojekt. Der Briefwechsel zwischen Goethe und Schiller wird Tag für Tag in einem Blog veröffentlicht werden.