Abartiges


Schaut mal beim Projekt ORGASMUS vorbei. Das könnte alles ändern. ;-)

Den Geisteswissenschaften wurde es zum Ver­hängnis, daß sie ohne großen materiellen Aufwand betrie­ben werden können. Wenn die Eintreibung von Drittmit­teln zum Qualitätskriterium einer Wissenschaft wird, wird der zum Versager, der solche Mittel gar nicht benötigt, weil ein Kopf zum Denken genügt. Ein kleines geisteswissen­schaftliches Institut, das kaum mehr kostet als ein Professor und seine Assistenz, aber nur wenige Absolventen aufzuwei­sen hat, muß deshalb aus Kostengründen geschlossen wer­den; die paar hundert Millionen Euro, die für ein schlecht geplantes Technologieinstitut so nebenbei in den Sand ge­setzt werden, fallen demgegenüber nicht weiter ins Gewicht.

(Konrad Paul  Liessmann „Theorie der Unbildung. Die Irrtümer der Wissensgesellschaft“, S.125)

Es ist schon erstaunlich, daß Wissenschaftler, die noch vor ein paar Jahren glaubten, gesellschaftliche Entwicklungen kritisch auf den Begriff bringen zu können, angesichts dummdreister Sprechblasen aus dem Jargon des New Mana­gement nahezu widerstandslos kapitulieren. Daß es nie­mand mehr auffällig findet, wenn Universitätslehrer zur Nachbesserung ihrer hochschuldidaktischen Fähigkeiten zu einer Unternehmensberaterin mit abgebrochenem Psychologiestudium geschickt werden, daß es niemand anstö­ßig findet, wenn Kandidaten für eine Professur oder Assi­stentenstelle sich im Assessment Center produzieren müssen, daß niemand aufschreit, wenn die letzten Ladenhüter der Unternehmensideologien den Universitäten als der neueste Schrei verkauft werden – vom Blended Learning über Diversity Management bis hin zur »Wissensbilanz« -, sagt eigentlich alles über die Widerstandskraft der institutiona­lisierten Wissenschaft gegenüber dem Zeitgeist: Sie ist so gut wie nicht vorhanden.

(Konrad Paul  Liessmann „Theorie der Unbildung. Die Irrtümer der Wissensgesellschaft“, S.122f.)

Bibliomane werden nicht geboren. Sie entwickeln sich. Manchmal langsam. Manchmal schnell. Es kommt immer auch auf das Umfeld an.

In der Schule kann der erste Grundstein gelegt werden.    DSC01821

Zu Hause oder in der Bibliothek findet sich dann andere spannende Lektüre. DSC01823

Später liest man dann immer häufiger klassische Literatur.  DSC01826

Und im Laufe der Zeit sammeln sich ganze Werkausgaben an.DSC01822

Man beginnt Zeitschriften über Bücher zu lesen und hat stets ausreichend Lesezeichen zur Hand.                                                                                                  DSC01838DSC01841

Und selbst der Wandkalender hat ein literarisches Thema. 

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Man liest Kataloge von Online-Anbietern, Antiquariaten und Auktionen und wird Mitglied bibliophiler  Gesellschaften.                                              DSC01840 DSC01839

Natürlich dürfen Lexika (neue und alte) nicht fehlen.           DSC01831 DSC01833 

Man liest Bücher anderer Leser und ihrer Erfahrung mit dem Lesen und den Büchern. DSC01825

Im Laufe der Zeit kommen Literaturlexika und Literaturgeschichten dazu.DSC01847DSC01852

Um noch tiefer in die gelesen Werke einzusteigen, kauft man Interpretationen und Kommentare.                                                                                        DSC01845 DSC01830

Und natürlich dürfen Biographien nicht fehlen.                        DSC01828 DSC01848

Und damit ja keine Leseperle übersehen wird, gibt es Bücher mit Leseempfehlungen.DSC01851 DSC01853

Dann dreht die Spirale sich immer weiter:

Bücher über Bücher                                                                   DSC01827

Bücher über das Sammeln von Büchern                              DSC01854

Bücher über die Herstellung und Restauration von BüchernDSC01855

und im Extremfall literarische Reiseführer und Bücher über einzelne Textelemente (Fußnoten , Vorworte etc.)                                                        DSC01849DSC01844

Das ist dann der Moment, in dem Regale nicht mehr ausreichen,DSC01843

man Bücher über die eigene Manie liest                               DSC01824

und man definitiv ein Bibliomane ist.                                  DSC01850

Buchhandlungen sind meine wichtigsten Orientierungspunkte in einer Stadt. Buchhandlungen habe ich immer sehr gern besucht. Ich liebe es, Bücher zu kaufen. Doch je mehr Bücher ich besitze, umso frustrierender wird der Besuch einer Buchhandlung. Aber warum?

Je mehr Bücher man besitzt, umso ausgefallener wird das Kaufverhalten. Einerseits, da man sich spezialisiert, und andererseits aus reinen Platzerwägungen. Komme ich heute in eine Buchhandlung, springen mir als erstes die Bestseller ins Auge. Die interessieren mich sowieso (fast) nie. Dann beginnt die Suche durch den ganzen Laden. Etage für Etage. Regal für Regal. Aber je erfolgreicher man bisher auf der Jagd war, umso erfolgloser wird jeder weitere Streifzug. Früher habe ich nie eine Buchhandlung ohne ein Buch verlassen. Meistens war die Beute sogar über mehrere Beutel verteilt. Nun kommt es immer häufiger vor, das ich nicht fündig werde. Es ist gut für den Platz im Haus und die Haushaltskasse, aber ich bin trotzdem niedergeschlagen. Es fehlt das Erfolgserlebnis.

Der Kauf bei Amazon kann das nicht komplett ersetzen. Es fehlen die haptischen, olfaktorischen und visuellen Reize der Bücherjagd. Jedes Buch jederzeit erwerben zu können, ist nur bedingt befriedigend.

Daher bin ich immer häufiger in der virtuellen Welt auf der Suche nach antiquarischen Büchern. Da muß man Ausgaben vergleichen, Preise checken, Erhaltungszustände bewerten. Da sind die Objekte der Begierde nicht wohlfeil dem Süchtigen zu Willen. Hier ist die Jagd noch eine Jagd. Ich hoffe, das wird noch lange so bleiben.

“Der wirkliche Liebhaber von Büchern muss sie gar nicht gelesen haben. Wichtig ist, dass man weiß: Es gibt dieses oder jenes Buch, und man hat es zur Verfügung – für die Zukunft.”
(Umberto Eco)

“Verrücktheit ist unendlich faszinierender als Intelligenz, unendlich tiefgründiger. Intelligenz hat Grenzen, Verrücktheit nicht.”
(Claude Chabrol)

Aus dem weltbekannten Lischofor ist vor Kurzem der neue Blog Obercommissarius  Brösecke ermittelt hervorgegangen.


Das Giant Knife 2007 von Wenger ist das größte jemals gebaute Taschenmesser.  Naja, mit 1.345 kg ist es wohl kaum noch ein TASCHENmesser… ;-)

Als ich den Blogbeitrag bei der GWUP las, dachte ich erst, das ist ein Fake. Aber nein, man kann das Ding wirklich bei Amazon kaufen. Für “nur” 651.45 €.

Aber noch schöner als das Messer sind die Kommentare auf Amazon. Was es da nicht alles an versteckten Funktionen gibt. :-)

Nach einer Phase der Begeisterung habe ich in letzter Zeit immer häufiger eine gewisse Unlust gegenüber den diversen Web2.0 Diensten empfunden. Sicher habe ich einige interessante neue Kontakte dadurch gewonnen und einiges dazu gelernt. Aber das wiegt nicht die gesamte vor dem Monitor vergeudeteverbrachte Zeit auf.

Daher habe ich mich entschieden, meine Aktivitäten auf diesem Gebiet zu reduzieren bzw. ganz einzustellen. Die jeweiligen Accounts werde ich (noch) nicht löschen. Wer mich kontaktieren möchte, hat meine Koordinaten oder findet einen anderen Weg.

Die frei werdende Zeit wird – wer mich kennt, wird sich darob nicht wundern – zur Lektüre benutzt. :-)

Nachdem die erste Phrasendreschmaschine mit physikalischen Fachtermini so ein großer Erfolg war (diese wurde mittlerweile übrigens auch erweitert), gibt es nun die neue Phrasendreschmaschine aus dem Bereich der Psychologie. Über 70000 Begriffe stehen damit dem fachkundigen Publikum zur Verfügung. ;-)

Auch die neue Phrasendreschmaschine ist eine OpenOffice Calc Datei. Einfach runterladen und mit OpenOffice starten. Der Generator ist in Tabelle 1 zu finden. Die Makros müssen für eine exakte Arbeitsweise eingeschaltet sein.

Der eine oder andere mag sich ja schon oft gewundert haben, woher die Autoren in der Esoterik-Szene die ganzen beeindruckenden Fachbegriffe nehmen. Mir ist es nun nach langwierigen Untersuchungen gelungen, die zugrundeliegende Technologie zu entschlüsseln. Hiermit möchte ich mein Wissen allen zur Verfügung stellen. Die Phrasendreschmaschine ist eine OpenOffice Calc Datei. Einfach runterladen und mit OpenOffice starten.

Ich wünsche viel Spaß damit, und wenn sie gefällt, kann sie ruhig weiter verbreitet werden.

UPDATE: Bei der aktuellen Version funktioniert der Button nicht, da ein Makro nicht an die Datei gebunden wurde.  Aber mit CTRL-SHIFT-F9 (Alles neu berechnen) funktioniert die Maschine trotzdem. Eine verbesserte Version wird die nächsten Tage hier hochgeladen.

UPDATE2: So, nach der richtigen Modifikation und ein paar zusätzlichen Tests, funktioniert die Maschine nun wie vorgesehen. Die Ursache für die ursprünglische Fehlfunktion war übrigens eine periodische Unschärfefaltung. ;-)

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