Schaut mal beim Projekt ORGASMUS vorbei. Das könnte alles ändern.
Abartiges
23. Januar 2012
27. Juni 2010
Wenn Drittmittel zum Qualitätskriterium werden
Posted by BigBen under Abartiges, Wissenschaftliches, Wissenswertes | Tags: Drittmittel, Geisteswissenschaft, Zitat |Leave a Comment
Den Geisteswissenschaften wurde es zum Verhängnis, daß sie ohne großen materiellen Aufwand betrieben werden können. Wenn die Eintreibung von Drittmitteln zum Qualitätskriterium einer Wissenschaft wird, wird der zum Versager, der solche Mittel gar nicht benötigt, weil ein Kopf zum Denken genügt. Ein kleines geisteswissenschaftliches Institut, das kaum mehr kostet als ein Professor und seine Assistenz, aber nur wenige Absolventen aufzuweisen hat, muß deshalb aus Kostengründen geschlossen werden; die paar hundert Millionen Euro, die für ein schlecht geplantes Technologieinstitut so nebenbei in den Sand gesetzt werden, fallen demgegenüber nicht weiter ins Gewicht.
(Konrad Paul Liessmann „Theorie der Unbildung. Die Irrtümer der Wissensgesellschaft“, S.125)
27. Juni 2010
institutionalisierte Wissenschaft
Posted by BigBen under Abartiges, Wissenschaftliches, Wissenswertes | Tags: Wissenschaft, Zitat |1 Comment
Es ist schon erstaunlich, daß Wissenschaftler, die noch vor ein paar Jahren glaubten, gesellschaftliche Entwicklungen kritisch auf den Begriff bringen zu können, angesichts dummdreister Sprechblasen aus dem Jargon des New Management nahezu widerstandslos kapitulieren. Daß es niemand mehr auffällig findet, wenn Universitätslehrer zur Nachbesserung ihrer hochschuldidaktischen Fähigkeiten zu einer Unternehmensberaterin mit abgebrochenem Psychologiestudium geschickt werden, daß es niemand anstößig findet, wenn Kandidaten für eine Professur oder Assistentenstelle sich im Assessment Center produzieren müssen, daß niemand aufschreit, wenn die letzten Ladenhüter der Unternehmensideologien den Universitäten als der neueste Schrei verkauft werden – vom Blended Learning über Diversity Management bis hin zur »Wissensbilanz« -, sagt eigentlich alles über die Widerstandskraft der institutionalisierten Wissenschaft gegenüber dem Zeitgeist: Sie ist so gut wie nicht vorhanden.
(Konrad Paul Liessmann „Theorie der Unbildung. Die Irrtümer der Wissensgesellschaft“, S.122f.)
12. Juni 2010
Wie ein Bibliomane entsteht
Posted by BigBen under Abartiges, Bibliomanes, Literarisches, Unterhaltsames, Wissenswertes | Tags: Bibliomanie, Buch, Lesen, Lesezeichen, Lexika |[7] Comments
Bibliomane werden nicht geboren. Sie entwickeln sich. Manchmal langsam. Manchmal schnell. Es kommt immer auch auf das Umfeld an.
In der Schule kann der erste Grundstein gelegt werden. ![]()
Zu Hause oder in der Bibliothek findet sich dann andere spannende Lektüre. ![]()
Später liest man dann immer häufiger klassische Literatur. ![]()
Und im Laufe der Zeit sammeln sich ganze Werkausgaben an.
Man beginnt Zeitschriften über Bücher zu lesen und hat stets ausreichend Lesezeichen zur Hand. ![]()
Und selbst der Wandkalender hat ein literarisches Thema.
Man liest Kataloge von Online-Anbietern, Antiquariaten und Auktionen und wird Mitglied bibliophiler Gesellschaften.
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Natürlich dürfen Lexika (neue und alte) nicht fehlen.
Man liest Bücher anderer Leser und ihrer Erfahrung mit dem Lesen und den Büchern.
Im Laufe der Zeit kommen Literaturlexika und Literaturgeschichten dazu.![]()
Um noch tiefer in die gelesen Werke einzusteigen, kauft man Interpretationen und Kommentare.
Und natürlich dürfen Biographien nicht fehlen.
Und damit ja keine Leseperle übersehen wird, gibt es Bücher mit Leseempfehlungen.
Dann dreht die Spirale sich immer weiter:
Bücher über das Sammeln von Büchern
Bücher über die Herstellung und Restauration von Büchern
und im Extremfall literarische Reiseführer und Bücher über einzelne Textelemente (Fußnoten , Vorworte etc.) ![]()
Das ist dann der Moment, in dem Regale nicht mehr ausreichen,
man Bücher über die eigene Manie liest
und man definitiv ein Bibliomane ist. ![]()
10. Juni 2010
Der Frust des Bibliomanen
Posted by BigBen under Abartiges, Bibliomanes, Unterhaltsames, Wissenswertes | Tags: Amazon, Antiquariat, Bücherkauf, Buchhandlung |[6] Comments
Buchhandlungen sind meine wichtigsten Orientierungspunkte in einer Stadt. Buchhandlungen habe ich immer sehr gern besucht. Ich liebe es, Bücher zu kaufen. Doch je mehr Bücher ich besitze, umso frustrierender wird der Besuch einer Buchhandlung. Aber warum?
Je mehr Bücher man besitzt, umso ausgefallener wird das Kaufverhalten. Einerseits, da man sich spezialisiert, und andererseits aus reinen Platzerwägungen. Komme ich heute in eine Buchhandlung, springen mir als erstes die Bestseller ins Auge. Die interessieren mich sowieso (fast) nie. Dann beginnt die Suche durch den ganzen Laden. Etage für Etage. Regal für Regal. Aber je erfolgreicher man bisher auf der Jagd war, umso erfolgloser wird jeder weitere Streifzug. Früher habe ich nie eine Buchhandlung ohne ein Buch verlassen. Meistens war die Beute sogar über mehrere Beutel verteilt. Nun kommt es immer häufiger vor, das ich nicht fündig werde. Es ist gut für den Platz im Haus und die Haushaltskasse, aber ich bin trotzdem niedergeschlagen. Es fehlt das Erfolgserlebnis.
Der Kauf bei Amazon kann das nicht komplett ersetzen. Es fehlen die haptischen, olfaktorischen und visuellen Reize der Bücherjagd. Jedes Buch jederzeit erwerben zu können, ist nur bedingt befriedigend.
Daher bin ich immer häufiger in der virtuellen Welt auf der Suche nach antiquarischen Büchern. Da muß man Ausgaben vergleichen, Preise checken, Erhaltungszustände bewerten. Da sind die Objekte der Begierde nicht wohlfeil dem Süchtigen zu Willen. Hier ist die Jagd noch eine Jagd. Ich hoffe, das wird noch lange so bleiben.
“Der wirkliche Liebhaber von Büchern muss sie gar nicht gelesen haben. Wichtig ist, dass man weiß: Es gibt dieses oder jenes Buch, und man hat es zur Verfügung – für die Zukunft.”
(Umberto Eco)
“Verrücktheit ist unendlich faszinierender als Intelligenz, unendlich tiefgründiger. Intelligenz hat Grenzen, Verrücktheit nicht.”
(Claude Chabrol)
29. Mai 2010
19. Januar 2010
Die spinnen, die Schweizer
Posted by BigBen under Abartiges, Skeptisches, Unterhaltsames, Wissenswertes | Tags: Taschenmesser, Wenger |1 Comment
Das Giant Knife 2007 von Wenger ist das größte jemals gebaute Taschenmesser. Naja, mit 1.345 kg ist es wohl kaum noch ein TASCHENmesser…
Als ich den Blogbeitrag bei der GWUP las, dachte ich erst, das ist ein Fake. Aber nein, man kann das Ding wirklich bei Amazon kaufen. Für “nur” 651.45 €.
Aber noch schöner als das Messer sind die Kommentare auf Amazon. Was es da nicht alles an versteckten Funktionen gibt.
12. Januar 2010
Nach einer Phase der Begeisterung habe ich in letzter Zeit immer häufiger eine gewisse Unlust gegenüber den diversen Web2.0 Diensten empfunden. Sicher habe ich einige interessante neue Kontakte dadurch gewonnen und einiges dazu gelernt. Aber das wiegt nicht die gesamte vor dem Monitor vergeudeteverbrachte Zeit auf.
Daher habe ich mich entschieden, meine Aktivitäten auf diesem Gebiet zu reduzieren bzw. ganz einzustellen. Die jeweiligen Accounts werde ich (noch) nicht löschen. Wer mich kontaktieren möchte, hat meine Koordinaten oder findet einen anderen Weg.
Die frei werdende Zeit wird – wer mich kennt, wird sich darob nicht wundern – zur Lektüre benutzt.
2. Juli 2009
Die nächste Phrasendreschmaschine
Posted by BigBen under Abartiges, Allgemeines, Skeptisches, Unterhaltsames, Wissenschaftliches, Wissenswertes | Tags: Esoterik, Phrasendreschmaschine, Psychologie |Leave a Comment
Nachdem die erste Phrasendreschmaschine mit physikalischen Fachtermini so ein großer Erfolg war (diese wurde mittlerweile übrigens auch erweitert), gibt es nun die neue Phrasendreschmaschine aus dem Bereich der Psychologie. Über 70000 Begriffe stehen damit dem fachkundigen Publikum zur Verfügung.
Auch die neue Phrasendreschmaschine ist eine OpenOffice Calc Datei. Einfach runterladen und mit OpenOffice starten. Der Generator ist in Tabelle 1 zu finden. Die Makros müssen für eine exakte Arbeitsweise eingeschaltet sein.
8. April 2009
Phrasendreschen macht Spaß!
Posted by BigBen under Abartiges, Skeptisches, Unterhaltsames, Wissenschaftliches, Wissenswertes | Tags: Esoterik, Fachbegriffe, Phrasendreschmaschine, Physik |[2] Comments
Der eine oder andere mag sich ja schon oft gewundert haben, woher die Autoren in der Esoterik-Szene die ganzen beeindruckenden Fachbegriffe nehmen. Mir ist es nun nach langwierigen Untersuchungen gelungen, die zugrundeliegende Technologie zu entschlüsseln. Hiermit möchte ich mein Wissen allen zur Verfügung stellen. Die Phrasendreschmaschine ist eine OpenOffice Calc Datei. Einfach runterladen und mit OpenOffice starten.
Ich wünsche viel Spaß damit, und wenn sie gefällt, kann sie ruhig weiter verbreitet werden.
UPDATE: Bei der aktuellen Version funktioniert der Button nicht, da ein Makro nicht an die Datei gebunden wurde. Aber mit CTRL-SHIFT-F9 (Alles neu berechnen) funktioniert die Maschine trotzdem. Eine verbesserte Version wird die nächsten Tage hier hochgeladen.
UPDATE2: So, nach der richtigen Modifikation und ein paar zusätzlichen Tests, funktioniert die Maschine nun wie vorgesehen. Die Ursache für die ursprünglische Fehlfunktion war übrigens eine periodische Unschärfefaltung.