Bibliomanes


Streaming Books Installations zeigt faszinierende Bilder über eine andere Art, Bücher zu verwenden. Dem Bibliophilen tränen dabei die Augen.

Hay-on-Wye is small. A four pub town. With 38 bookshops. Second hand book capital of the world. The castle’s a bookshop. The cinema’s a bookshop. The fire station’s a bookshop. The alleyway’s a bookshop. But if buying books isn’t your thing, don’t worry. There’s a library on Chancery Lane.

(aus dem Raben Kalender 2009)

„Höchste Zeit also, dass die Insel des zweiten Gesichts wieder mehr gelesen und weniger als “Geheimtipp” empfohlen wird.“

Christian Köllerer über Albert Vigoleis ThelenDie Insel des zweiten Gesichts“

In der ZEIT Online wird ein faszinierender Besuch bei Alberto Manguel, dem König der Leser, geschildert. Bekannt ist Manguel für seine Bücher „Die Bibliothek bei Nacht“, „Tagebuch eines Lesers“ und „Die Geschichte des Lesens“.

Wer richtig dicke Wälzer mag, findet vielleicht in «Les mystères de Paris» («Geheimnisse von Paris») von Eugène Sue den richtigen Lesestoff. Die NZZ wirb für die Neuauflage des Romans.

Und wer den Roman lieber in Gesellschaft lesen mag, für den ist die Leserunde im Klassikerforum, beginnend am 1. November, der richtige Zugang.

Eine von mir sehr geschätzte Antiquarin hat sich zum Thema Antiquariat versus Gebrauchtbuchhandel so ihre Gedanken gemacht (Link zur PDF-Datei). Und da dieser Text nicht nur lehrreich sondern auch sehr ergötzlich ist, möchte ich ihn jedem ans Herz legen.

Nachtrag: Es gibt seit heute ein alternatives Ende der Story.

Im Deutschen Klassiker Verlag sind bisher 3 Bände der 12-bändigen Wieland Ausgabe erschienen:

Fragt man nun beim Verlag an, wie es denn mit den restlichen Bänden aussieht, bekommt man zur Antwort, daß zwar noch Bände angekündigt sind, es aber fraglich ist, ob die je erscheinen werden.

Das ist wirklich schade! Ich mag die Bände des DKV sehr. Sowohl von der Aufmachung als auch vom Inhalt her sind sie sehr solide gemacht. Außerdem ist die neue Wieland-Ausgabe von de Gruyter (Oßmannstedter Ausgabe) für Privatpersonen einfach nicht mehr erschwinglich.

Nach einer Bestellung beim Weidle-Verlag bekam ich eine Bestellbestätigung, die allein schon die Bestellung wert war:

Sie haben dank Ihres erlesenen Geschmacks eine ausgezeichnete Wahl getroffen!
Alle Mitarbeiter des Verlags und deren Angehörige beglückwünschen Sie dazu.
Wir werden nun den von Ihnen erkorenen Band vorsichtig aus dem Regal nehmen,
auf ein Samtkissen legen und ihn im Triumphzug
in die Verpackungsabteilung tragen.

Dort wird er von uns allen noch einmal auf Druckfehler durchgeschaut,
bevor wir ihn in eine spezielle Schachtel packen, auf die wir
Ihre geschätzte Adresse von unsrem japanischen Kalligraphen
geschmackvoll drapieren lassen.
Dann werden wir alle zum Postamt gehen und den Schalterbeamten bitten,
Ihnen das Buch so vorsichtig und rasch wie möglich zu bringen.

Wir warten, bis es in den LKW geladen wird, und winken diesem gerührt nach.
Wenn wir wieder im Verlag sind, bringen wir ein Hoch auf Sie aus
und hängen Ihr Porträt an die Wand,
Sie sind unser Kunde des Monats.

Das Handelsblatt bringt einen Nachruf auf den Brockhaus.

Ich lese zur Zeit den ersten Band der Arno Schmidt Werkausgabe (BA I/1).  Hier ein paar gesammelte Zitate aus „Brand’s Haide“.

Wenn ich tot bin, mir soll mal Einer mit Auferstehung oder so kommen : ich hau ihm eine rein !

(Arno Schmidt, „Brand’s Haide“, BA I/1, S. 129)

von mir aus kanns jüngste Gericht mitsamt dem jüngsten Gerichtsvollzieher kommen : bei mir ist nicht zu holen !

(Arno Schmidt, „Brand’s Haide“, BA I/1, S. 167)

Es ist nicht so eilig, daß es nicht durch Liegenlassen noch eiliger würde !

(Arno Schmidt, „Brand’s Haide“, BA I/1, S. 185)

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