Lexikalisches


Das Handelsblatt bringt einen Nachruf auf den Brockhaus.

A.J. Jacobs hat es vorgemacht. Er las innerhalb eines Jahres die Britannica und hat darüber in seinem Buch „Britannica & ich“ berichtet. Dem Amerikaner Ammon Shea war das wohl nicht genug. Er las das 20-bändige Oxford English Dictionary (OED). Was verheerende Auswirkungen auf seinen Wortschatz hatte. Seine Erfahrungen beschreibt er in dem Buch „Reading the Oxford English Dictionary: One Man, One Year, 21,730 Page„.

Im Boersenblatt wird wieder mal der Nutzen gedruckter Nachschlagewerke anhand der aktuellen Version des „Killy Literaturlexikons“ diskutiert.

Also wenn den Preis nicht so exorbitant hoch wäre, würde der Killy auch bei mir einen Platz finden.

Bei meiner Suche nach der „richtigen“ Immermann Werkausgabe bin ich auf ein interessantes Buch gestoßen.

„Handbuch der Editionen. Deutschsprachige Schriftsteller Ausgang des 15. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.“ Herausgegeben von Waltraud Hagen, 1979.

Für Sammler und Suchende ein ideales Nachschlagewerk. Für deutschsprachige Autoren aus dem genannten Zeitraum werden die wichtigsten Editionen aufgeführt, erläutert und bewertet. Damit kann man sich ein Bild machen, was alles in de Edition enthalten ist, ob sie eine Leseausgabe oder eine kritische Ausgabe ist, was überhaupt von dem Autor verfügbar ist (wobei ich das Gefühl habe, daß nicht alle Ausgaben berücksichtigt wurden) usw. Auch begonnene und noch nicht abgeschlossene Editionen sind enthalten. Leider ist das Buch mit Erscheinungsdatum 1979 nicht mehr ganz aktuell, aber es gibt offenbar nichts Neueres, das mit dem vergleichbar wäre.
Antiquare verwenden das Buch gern als Referenz (den Verweis „Hagen Nr….“ findet man z.B. oft bei ZVAB, wenn man eine Werkausgabe sucht).