Skeptisches


Normalerweise lasse mich mich nur selten zu  einer Rezension hinreißen. Aber Jim al-Khalilis Buch “Im Haus der Weisheit” hat es verdient, daß ich ein paar Zeilen darüber schreibe. Der Untertitel “Die arabischen Wissenschaften als Fundament unserer Kultur” umreißt schon klar und deutlich, worum es geht.

al-Khalili beschreibt den Aufstieg der arabischen Wissenschaften im 8. Jahrhundert und den Einfluß, den die antiken Wissenschaften dabei hatten. Er führt den Leser in die Wissenschaftszentren der damaligen Zeit und stellt berühmte und bedeutende Wissenschaftler vor. Wobei berühmt und bedeutend aus unserer europäischen Sichtweise nicht unbedingt immer das selbe sein muß. Auch beschreibt er, wie der Staffelstab an die Europäer in der Renaissance zurückgegeben wurde und danach die Entwicklung im arabischen Raum immer mehr stagnierte. Die Religion hatte wie immer dabei einen unrühmlichen Anteil. Das letzte Kapitel über die heutige Situation ist auch eine Aufforderung an die arabische Welt, sich ihrer Wurzel zu erinnern.

Einige der von al-Khalili genannten Namen hat man schon mal irgendwo gehört oder gelesen (z.B. Ibn Sina, al-Biruni). Aber diese konzentrierte Darstellung und der profunde Überblick über die verschiedensten Fachgebiete (Astronomie, Mathematik, Physik, Medizin, Philosophie) den er in dem Buch liefert, ergeben einen ganz anderen Blick auf die Wissenschaftsgeschichte und den Einfluß der arabischen Wissenschaften auf die europäische Welt.

Das Buch kann ich jedem, der nur ein wenig an Wissenschaftsgeschichte interessiert ist, wärmstens an Herz legen. Es liest sich flüssig, ist spannend, und trotzdem ist es keineswegs oberflächlich. Man merkt dem Ganzen deutlich an, daß die Vermittlung der umfangreichen und detaillierten Informationen al-Khalili ein äußerst wichtiges Anliegen ist.

Mich hat er erreicht. Ich hatte in dem Buch viele Aha-Erlebnisse. Und ich hoffe, daß es noch vielen anderen so gehen wird.

Was unter dem Namen Religion umgeht, ist bestenfalls, wie ich Ihnen in Wien schon sagte, etwas Ähnliches wie Lebertran. Man sagt, es kräftige, aber es ist unangenehm zu schlucken, und es hilft nicht viel.

(Friedrich Glauser “Matto regiert”, S. 106)

Das Giant Knife 2007 von Wenger ist das größte jemals gebaute Taschenmesser.  Naja, mit 1.345 kg ist es wohl kaum noch ein TASCHENmesser… ;-)

Als ich den Blogbeitrag bei der GWUP las, dachte ich erst, das ist ein Fake. Aber nein, man kann das Ding wirklich bei Amazon kaufen. Für “nur” 651.45 €.

Aber noch schöner als das Messer sind die Kommentare auf Amazon. Was es da nicht alles an versteckten Funktionen gibt. :-)

Das Interview zur Reimbibel findet sich hier. Weitere Informationen zum Buch selbst finden sich hier.

Nachdem die erste Phrasendreschmaschine mit physikalischen Fachtermini so ein großer Erfolg war (diese wurde mittlerweile übrigens auch erweitert), gibt es nun die neue Phrasendreschmaschine aus dem Bereich der Psychologie. Über 70000 Begriffe stehen damit dem fachkundigen Publikum zur Verfügung. ;-)

Auch die neue Phrasendreschmaschine ist eine OpenOffice Calc Datei. Einfach runterladen und mit OpenOffice starten. Der Generator ist in Tabelle 1 zu finden. Die Makros müssen für eine exakte Arbeitsweise eingeschaltet sein.

Der eine oder andere mag sich ja schon oft gewundert haben, woher die Autoren in der Esoterik-Szene die ganzen beeindruckenden Fachbegriffe nehmen. Mir ist es nun nach langwierigen Untersuchungen gelungen, die zugrundeliegende Technologie zu entschlüsseln. Hiermit möchte ich mein Wissen allen zur Verfügung stellen. Die Phrasendreschmaschine ist eine OpenOffice Calc Datei. Einfach runterladen und mit OpenOffice starten.

Ich wünsche viel Spaß damit, und wenn sie gefällt, kann sie ruhig weiter verbreitet werden.

UPDATE: Bei der aktuellen Version funktioniert der Button nicht, da ein Makro nicht an die Datei gebunden wurde.  Aber mit CTRL-SHIFT-F9 (Alles neu berechnen) funktioniert die Maschine trotzdem. Eine verbesserte Version wird die nächsten Tage hier hochgeladen.

UPDATE2: So, nach der richtigen Modifikation und ein paar zusätzlichen Tests, funktioniert die Maschine nun wie vorgesehen. Die Ursache für die ursprünglische Fehlfunktion war übrigens eine periodische Unschärfefaltung. ;-)

Und vielleicht brauchten die meisten Religionen ein gewisses Maß an Betrug, um erfolgreich zu sein. Schließlich beruhte Religion nicht auf Fakten, sondern auf dem Glauben.

(Douglas Preston “Credo. Das letzte Geheimnis”, S. 561)

“Kein Monarch ist so groß, und kein Hohepriester so heilig, daß er, kraft seiner Majestät oder Heiligkeit, Ungereimtheiten sagen oder thun dürfte, ohne daß es erlaubt wäre, – sollte es auch erst nach seinem Tode geschehen – mit aller geziemenden Höflichkeit zu zeigen, daß die Ungereimtheiten, die er gesagt oder gethan hat, Ungereimtheiten sind.”

(Christoph Martin Wieland “Ueber den freien Gebrauch der Vernunft in Glaubenssachen” (1788), Sämmtliche Werke, Band 30, S.13)

Die TV-Produzenten Jacky Dreksler und Hugo Egon Balder äußern sich in ihrem aktuellen Interview über ihr Buch Wunsch-Bullshit im Universum.

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