Asimovs Roman „Die Rettung des Imperiums“ ist Teil des Foundation-Zyklus.  Er ist zeitlich zwischen der frühen Foundation und der Foundation-Trilogie angesiedelt. Wir lernen hier Hari Seldon als jungen Mann kennen und sind bei der Entwicklung der Psychohistorik, die ein Kernelement der Foundation-Trilogie ist, hautnah dabei.

Es ist immer wieder ein Genuss, die Romane von Asimov zu lesen.

Nach „Direktor Beerta“, den man wirklich empfehlen kann, bleibe ich weiter im Umkreis der Büroarbeit. Jetzt lese ich den „Büroroman“ von Walter E. Richartz. Ausgehend von den bisher gelesenen Seiten, kann ich einen gewissen Sarkasmus konstatieren.

Die Wikipedia bezeichnet J. J. Voskuils Romanzyklus „Das Büro“ als Seifenoper für Intellektuelle. Gestern habe ich den ersten Band „Direktor Beerta“ angefangen. Mal sehen, ob ich genauso begeistert sein werde, wie die Kritik und tausende von Niederländern.

Im Augenblick lese ich „Der kroatische Gott Mars“ von Miroslav Krleža.Das ist ein Band von Novellen, die den ersten Weltkrieg thematisieren. Aber weniger die Kämpfe als solche, sondern den Menschen im Kontext des Militärs und des Krieges. Die Sprache ist sehr angenehm und die Darstellung erinnert teilweise an Jaroslav Hašek bzw. Leonhard Frank. Da ich mit den Gegebenheiten in Kroatien wenig vertraut bin, muss ich immer mal wieder nachschlagen. Aber bisher würde ich behaupten, es lohnt sich, diesen Autor zu entdecken.

Ich lebe unter sehr vielen Büchern und beziehe einen großen Teil meiner Lebenslust daraus, dass ich die meisten von ihnen noch lesen werde.

Elias Canetti in „Aufzeichnungen 1973-1984“

Der Wallstein-Verlag hat seit letztem Jahr eine Werkausgabe von Anton Kuh im Angebot. Da ich Werkausgaben mag, aber von diesem Anton Kuh nie gehört habe, versuchte ich es erst einmal mit einer etwas kürzeren Ausgabe (Luftlinien: Die besten Essays, Glossen und Feuilletons). Was sich als gute Entscheidung herausgestellt hat.

Anton Kuh war ein österreichischer Autor und Journalist zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Einige wenige der Texte haben mir gut gefallen. Sie hatten den typischen Wiener Schmäh. Aber viele Texte sind nur verständlich im damaligen historischen Kontext. Viele der genannten Personen kennt heute niemand mehr. Außerdem ist vieles recht holprig und sprunghaft. Da lese ich doch lieber Peter Altenberg oder Alfred Polgar.

Berühmt wurde Kuh durch eine Rede gegen Karl Kraus („Der Affe Zarathustras“). Seine Polemik gegen Kraus ist meiner Meinung nach unreif und an den Haaren herbeigezogen. Und sein Verdikt, daß Kraus als Autor schnell vergessen werden würde, hat Kuh ja letztendlich selbst getroffen. Was kein großer Verlust ist.

Also eine Werkausgabe die nicht den Weg in meine Bibliothek finden wird.

Ein lesenswertes Interview mit Max Goldt findet sich in der Zeit. Sehr gut fand ich die Bemerkung: „Weil Rezensenten ihre Rezensionen heute so schreiben, dass sie zu achtzig Prozent aus Inhaltsangaben bestehen. „